Presse

"AMTV-Halle im Zeitplan"

Neubau soll Ende des Jahres fertig sein

Der 40 mal 20 Meter große Neubau hat noch nicht überall Fenster. Die stehen noch auf dem grauen Betonboden, daneben Paletten mit Gipsplatten. Diese werden gerade von den Handwerkern im Eingangsbereich verbaut.

Dort entstehen Umkleideräume mit Toiletten und Duschen sowie ein Geräteraum. Doch heute ist Richtfest angesagt, es gibt Leckeres vom Grill und kalte Getränke. Unter den zahlreichen Gästen sind auch die Rahlstedter Bürgerschaftsabgeordneten Ole Thorben Buschhüter (SPD) und Karl-Heinz Warnholz (CDU). Der obligatorisch Richtkranz hängt nicht draußen im Wind, sondern unter dem nagelneuen Dach der Einfeld-Sporthalle. „Wir liegen gut im Zeitplan. Die Fenster werden als nächsten eingebaut, bis Jahresende wird der Innenausbau beendet sein“, ist Joachim Hack, zweiter Vorsitzender des AMTV, sicher.

Es sei nicht selbstverständlich, dass ein Sportverein eine Halle in Eigenregie baue, sagt Peter Slama, erster Vorsitzender des AMTV, in seiner Rede: „Was wir hier schaffen, hat Bestand und ist eine Bereicherung für den Stadtteil.“ Die Planung zog sich über Jahre hin, es gab unzählige Gespräche mit der Politik, den Banken und dem Hamburger Sportbund. Im Juni war dann Baubeginn für die Multifunktions- und Tennishalle. Sie soll eine Trennwand bekommen und so für verschiedene Sportarten genutzt werden können. Nutznießer sollen vor allem Kinder und Jugendliche sein.

365 Tage im Jahr Tennis

Bislang war der AMTV auf Schulsporthallen angewiesen. Durch die Einführung des Ganztages aber brachen Hallenzeiten weg, erst ab 17Uhr können die Vereinssportler die Räume nutzen. „So späte Zeiten können wir Eltern mit Kleinkindern aber nicht zumuten“, so Peter Slama. Gleichzeitig gab es bei beliebten Sportarten Wartelisten, die Anmietung von Sportstätten klappte nicht. Und so nahm der AMTV das Projekt Neubau selbst in die Hand. „Von der Bürokratie und den Behörden hätten wir uns ein bisschen mehr Unterstützung gewünscht“, sagt der AMTV-Vorsitzende. Dank geht dafür an die Politik und den HSB – und nicht zuletzt an die Handwerker. Der Bezirk Wandsbek und der Sportbund gaben Zuschüsse für das Projekt.

Dank der neuen Halle können AMTV-Mitglieder künftig das ganze Jahr über auf der Tennisanlage an der Stapelfelder Straße spielen. Denn Tennis boomt in Rahlstedt: Seit Anfang 2014 hat sich die Zahl der Aktiven im AMTV mehr als verdoppelt.

(Text: Rainer Glitz, Wochenblatt, Nr. 39, Oktober 2016)

Der Neubau des AMTV ist im Zeitplan. Der Richtkranz unter dem Hallendach Foto: Glitz, Hamburger Wochenblatt

"Rahlstedt, Rio und retour"

Paulina Schmiedel vom AMTV über ihr Olympia-Debüt

Ausverkaufte Zuschauerränge, anfeuernder Applaus und Fernsehkameras aus aller Welt: Hochkonzentriert wartet Paulina Schmiedel auf den Startschuss, ihr Herz hüpft wild im Sambatakt und die linke Wange – ist geschwollen. Ein Virusinfekt. Ausgerechnet jetzt in Rio! Die Leistungsschwimmerin vom Altrahlstedter Männerturnverein (AMTV) erinnert sich genau an diesen Moment im August, als sie bei den Olympischen Spielen im Olympic Aquatics Stadium im Mittelpunkt der Sportwelt stand und in der Staffel auf 4x200m Freistil alles gab. Der Infekt war nur noch Nebensache, schließlich ging für Paulina ein lang gehegter Traum in Erfüllung.

Beim Start saßen auch Paulinas Eltern auf der Tribüne und feuerten sie an. Gerade noch rechtzeitig hatte ein Bekannter den Schmiedels im ausverkauften Olympiadorf eine Übernachtungsmöglichkeit besorgt. „Es war total schön, dass sie miterleben konnten, was in Rio abgeht, das war das Highlight meiner Karriere, das Schönste, was man sich als Sportler vorstellen kann“, schwärmt sie. Platz 12 reichte zwar nicht für den Einzug ins Finale, aber „ich bin froh, dass ich mit diesem Virusinfekt überhaupt starten durfte. Ich habe alles gegeben und Olympia hat mir gezeigt, dass es sich lohnt zu kämpfen“, betont Paulina im Gespräch mit Rahlstedt Live.

Ihre Schultern sind breit, der Körper zierlich und kräftig zugleich. Ein typischer Schwimmkörper, geformt durch hartes Training. Zehn Schwimmeinheiten pro Woche: Vor Olympia völlig normal für Paulina. In ihrem Verein in rahlstedt, wo sie seit dem Umzug von Mühlheim an der Ruhr nach Hamburg regelmäßig ihre Bahnen zieht, ist man besonders stolz auf die Leistungen der jungen Olympionikin. „Es ist außergewöhnlich, was Paulina geleistet hat“, erklärt Schwimmabteilungsleiter Michael Schumann. Immerhin gehöre allerhand dazu, sich in einem derart trainingsintensiven Sport „so zu quälen.“ Woher sie diesen Ehrgeiz hat? Paulina schmunzelt. Eigentlich sei ihre Familie ja relativ unsportlich. Sie selbst aber habe immer schon gern viel ausprobiert: Tennis, Turnen oder Hockey zum Beispiel.

Beim Schwimmen ist sie dann hängengeblieben, startete 2007 erstmals international bei einem Wettkampf in Belgrad und verbrachte 2009 ein Jahr im englischen Schwimmer-Elite-College in Plymouth. „Dort habe ich gemerkt, wie viel Spaß Schwimmen macht – und dann habe ich meine Karriere so richtig in die Hand genommen.“ In Hamburg, wo Paulina in Winterhude lebt, kann sie ihr Psychologie-Studium optimal mit dem Schwimmsport verbinden. Neben dem Training am Olympiastützpunkt in Dulsberg tritt sie im AMTV regelmäßig bei regionalen Wettbewerben an. „Im AMTV sind alle super nett. Der Verein ist sehr bemüht um mich und ich wurde auch finanziell unterstützt.“

In Brasilien hat Paulina zwar keine Medaille gewonnen, dafür aber allerlei Erfahrungen. „Ich war noch nie zuvor in Südamerika. Was ich erlebt habe, war wirklich überwältigend und hat enorm viel Spaß gemacht“, schwärmt sie.

Kaum war der Infekt auskuriert, stürzte sich die 23-Jährige ins Copacabana-Abenteuer: Zuckerhut besteigen, mit dem Shuttlebus die Gegend erkunden, Segelregatten bestaunen und ihre Freundin, die Freiwasser-Schwimmerin Isabelle Härle, anfeuern. Auch ein paar Sonnenstunden am weißen Strand hat sie sich gegönnt.

„Ich wollte unbedingt alles miterleben.“ Denn Olympia, findet Paulina, ist viel mehr als ein schillernd-buntes Sportevent, „Olympia schweißt zusammen!“

In ihrer Unterkunft, dem Deutschen Haus, trafen Beachvolleyballer, Kanuten, Hockeyspieler, Tischtennis-Profis und hunderte weitere Athleten aufeinander. Hier begegnete Paulina auch Golf-Profi Martin Kaymer, das große Idol ihres Bruders Flo. Nach seinem letzten Abschlag unterzeichnete Kaymer seine Golfkappe – und schenkte sie Paulina. „Ich habe die Cap meinem Bruder gegeben, der war völlig aus dem Häuschen. Ein tolles Geschenk!“.

Zu den schönsten Erinnerungen an Olympia gehört für sie auch die „Gold-Nacht“ der Hamburger Beachvolleyball-Frauen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst. „Wir sind gut befreundet und ich habe mich sehr für beide ge-freut.“ Grund zum Feiern bot am Ende auch die zweieinhalb-stündige Abschlusszeremonie. Selbst anfänglicher Regen hatte die fröhliche Stimmung nicht trüben können. „Alle haben Samba getanzt und ein paar Sportler tauschten plötzlich ihre Kleidung mit den Kostümen der Tänzer. In dem schrillen Aufzug sind sie dann stundenlang rumstolziert, das war total witzig“, sagt Paulina lachend.

Wenn sie so erzählt oder daheim ihre Andenken betrachtet,    das    Plüsch-Maskottchen   oder    die    Zutrittskarte    zum  Deutschen  Haus,  dann  huscht  ihr stets ein Lächeln übers Gesicht.  Nur  den  Badeanzug,  den  hat  sie  vorerst  weit  hinten  im  Schrank   verstaut.   Zumindest  solange,   bis   ihre   Bachelorarbeit  fertig  ist. 

Denn  Olympia  hat    nichts    daran    geändert,   dass die Psychologie-Studentin im  kommenden  Jahr  den  Uni-Abschluss   machen   will.   „Rio  war  wirklich  schön  und  eine  tolle  Belohnung  für  alles,  was  ich  die  letzten  Jahren  geopfert  habe“,  sagt  Paulina.  „Aber  nun  konzentriere  ich  mich  voll  auf  mein   Studium.“   Was   danach   kommt?   Paulina   zögert.   „Da   mache ich  mir  noch  keine  Gedanken. Aber bei Olympia darf man ja mehrmals antreten .“ 

(Text/ Fotos: Sonja Schmidt, Rahlstedt Live, Herbst 2016)

Rahlstedt, Rio und retour Paulina Schmiedel vom AMTV über ihr Olympia-Debüt Text / Fotos: Sonja Schmidt, Rahlstedt Live, Herbst 2016

"Neues soziales Projekt für Hamburg"

Handball für Jedermann - "Nordic Handball Club"

Hamburger Handballer vom "Nordic Handball Club" starten ein neues soziales Projekt.
Im Juni 2016 entstand die Idee etwas ins Leben zu rufen, das Sport, gesunde Ernährung und soziales Engagement zusammenbringt. Die Gründungsmitglieder von Nordic Handball Jonah Born (Bild), Moritz Müller und Pascal Bohn wollten gerne ihre Erfahrungen und die Begeisterung für ihren eigenen Sport weitergeben.
Alle drei begannen schon im frühen Kindesalter mit dem Handball spielen und sind bis heute in namhaften Sportvereinen aktiv. Schnell konnten sie andere Mannschaftskollegen und Freunde aus Kindertagen für ihr Projekt begeistern. So war nicht nur die Idee geboren, sondern auch ein Name gefunden: „Nordic Handball Club.“ Nach vielen Gesprächen steht das Konzept jetzt auf sicheren Beinen. „Es ist unglaublich was wir in so kurzer Zeit geschafft haben und welchen Zuspruch unser Projekt findet! Danke an alle, die uns unterstützen und in Zukunft noch unterstützen werden“ sagt Jonah Born, Geschäftsführer des NHC.

Wenn Sie Fragen zu dem Projekt haben, können Sie sich gern an Jonah Born wenden unter:

(Quelle Text: piste Hamburg, Oktober 2016)

Neues soziales Projekt für Hamburg Jonah Born - Auszubildender beim AMTV Hamburg Quelle Foto: piste Hamburg, Oktober 2016

Sportarten beim AMTV Hamburg

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